Internationale Konferenz „Wissensbilanz – Made in Germany“, Berlin, 20.-21. Sep. 2004

Am 20. und 21. September 2004 wurde in einer 2-tägigen Veranstaltung  vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit das Projektergebnis präsentiert. Vor 220 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Presse stellte der parlamentarische Staatssekretär Rezzo Schlauch den Wissensbilanz-Leitfaden 1.0 vor.

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Peter Glotz, Direktor am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, diskutierten folgende Experten unter der Leitung von Ruth Berschens, Ressortleiterin Wirtschaft, Handelsblatt, die sich aus der Wissensbilanz ergebenden Chancen für den deutschen Mittelstand:

  • Nicholas Teller, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, Frankfurt/M.
  • Prof. Leif Edvinsson, Director of Intellectual Capital at Universal Networking Intellectual Capital (UNIC), Stockholm
  • Prof. Dr.-Ing. Kai Mertins, Direktor Unternehmensmanagement, Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin
  • Prof. Günter R. Koch, Aufsichtsratsvorsitzender TOPCALL AG, Wien
Der 2. Tag der Konferenz stand ganz im Zeichen der interaktiven Bearbeitung der folgenden Themen:

Workshop 1: „Die Wissensbilanz zur Organisationsbewertung, Basel II und Rating“
Moderation: Mart Kivikas, Wissenskapital GmbH, Oberreichenbach

Workshop 2: „Die Wissensbilanz als strategisches Steuerungsinstrument“
Moderation: Dr. Manfred Bornemann, Intangible Assets Management Consulting, Graz

Workshop 3: „Die Wissensbilanz – ein Instrument zum Wissensmanagement“
Moderation: Kay Alwert, Fraunhofer IPK, Berlin

 

Im Verlauf der Tagung und in den drei Workshops haben die Konferenzteilnehmer eine große Zahl von Vorschlägen und Anregungen für die Weiterarbeit am Projekt Wissensbilanz gemacht. Aufgrund der positiven Resonanz, den der Leitfaden bei Unternehmen, Presse und Öffentlichkeit gefunden hat, ist daher eine Fortsetzung der Wissensbilanz-Aktivitäten im Jahr 2005 vorgesehen.

Im Mittelpunkt steht dabei die weitere Verbreitung der Wissensbilanz im KMU-Umfeld durch gezielte Information von Multiplikatoren und Entscheidungsträgern im Mittelstand. Hierzu sind verschiedene Veranstaltungen vorgesehen, u.a. ein Workshop für Multiplikatoren am 15. April 2005 im BMWA, Berlin. Ferner werden spezielle Schulungsveranstaltungen für Anwender (Unternehmen) und Multiplikatoren (z.B. Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Mitarbeiter von Verbänden, IHK und Banken) angeboten, bei denen die Vermittlung der Methodik zur Erstellung von Wissensbilanzen im Mittelpunkt steht. Als dritte Säule des Konzepts wird eine kostenlose Software (Toolbox) mit einer e-Learning-Komponente zur Verfügung gestellt werden, die Anwendern bei der Erstellung von Wissensbilanzen helfen soll.