Intellectual Capital Statement – Made in Europe (2008)

Intellectual Capital Statement – Made in Europe

Projekttitel: Intellectual Capital Statement – Made in EuropeWissensbilanzierung in Europa
Projektstatus:   abgeschlossen
Auftraggeber: Europäische Kommission – Generaldirektion Forschung
Projektpartner: Confédération Européene des Associations
de Petites et Moyenne Entreprises (CEA-PME), 5 nationale Mittelstandsverbände, 25 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Fraunhofer IPK, London School of Economics and Political Science, Universitat Politècnica de Catalunya, Experten des AKWB
Projektlaufzeit:  Juni 2006 – Dezember 2008

Ausgangssituation

Das auf dem Gipfel von Lissabon im Jahr 2000 formulierte Ziel, die Europäische Union bis 2010 zum dynamischsten und wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln, ist eine große Herausforderung für die europäische Wirtschaftspolitik. Vor allem die derzeit 23 Millionen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) Europas stehen vor der Frage, wie sie angesichts des verschärften internationalen Wettbewerbs ihre wirtschaftliche Zukunft sichern und ausbauen können. Als entscheidender Wettbewerbsvorteil des europäischen Mittelstandes gilt dabei das unternehmensspezifische Wissen bzw. das „Intellektuelle Kapital“. Wie diese immateriellen Ressourcen zu messen, zu bewerten und zu steuern sind, darüber gibt es jedoch bislang nur vereinzelte, wissenschaftlich fundierte Ansätze auf nationaler Ebene. Die Entwicklung und nachhaltige Implementierung einer europäischen Wissensbilanz-Methode ist Aufgabe des von der Europäischen Kommission geförderten Forschungsprojektes „InCaS. Intellectual Capital Statement – Made in Europe“ unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer IPK.

Ziele und Vorgehen

Ziel des Projektes ist, die erprobte und nutzenorientierte Methode zur Bewertung und Steuerung des intellektuellen Kapitals dem europäischen Mittelstand zur Verfügung zu stellen. Um das intellektuelle Kapital von KMU europaweit einheitlich zu bewerten, werden die vorhandenen nationalen Ansätze zur Bewertung immaterieller Ressourcen harmonisiert. Trotz branchen- und kultureller Unterschiede wird eine grundlegende Vergleichbarkeit europäischer Wissensbilanzen gewährleistet. Hierfür wird eine einheitliche Vorgehensweise und Struktur der Wissensbilanz festgelegt, die modular mit branchen- oder länderspezifischen Inhalten gefüllt werden kann.Bis 2008 werden in 25 Pilotunternehmen aus fünf Ländern Europas (Spanien, Frankreich, Polen, Slowenien, Deutschland) und fünf unterschiedlicher Branchen Wissensbilanzen implementiert. Gemeinsam mit führenden europäische Experten der London School of Economics sowie der Technischen Universität Katalonien, Barcelona konsolidieren Experten des Arbeitskreis Wissensbilanz die europäischen Ansätze der Wissensbilanzierung. Eine harmonisierte europäische Methode zur Wissensbilanzierung wird entwickelt und Stärken und Schwächen des Intellektuellen Kapitals europäischer KMU aufgedeckt. 

Ergebnis

Basierend auf der deutschen Methode des Projekts „Wissensbilanz – Made in Germany“ und unter Berücksichtigung der neusten europäischen Erfahrungen soll das Verfahrne noch effizienter und nutzerfreundlicher gestaltet werden. Ein europäischer Wissensbilanz Leitfaden und eine entsprechende Software-Unterstützung wird erarbeitet und europäischen KMU zur praktischen Unterstützung zur Verfügung gestellt. Eine nachhaltige Verbreitung der Methode im europäischen Mittelstand durch die teilnehmenden Mittelstandsverbände wird die  Entwicklung eines europäischen Standards zur Wissensbilanzierung weiter vorantreiben.

 InCaS Guideline

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen über das Projekt finden Sie unter folgendem Link:

 www.incas-europe.org