FAQS

FAQs

F: Welche Unternehmen sind für eine Wissensbilanz geeignet?

Wissensbilanzen helfen Organisationen mit hoher Wertschöpfung, ihr Wissen und ihre wesentlichen, immateriellen Einflussfaktoren darzustellen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine Wissensbilanz für alle wissensintensiven Organisationen zu erstellen.

F: Funktioniert die Wissensbilanz auch für große Unternehmen?

Es ist möglich, Wissensbilanzen in einem großen Unternehmen umzusetzen. Die Vorgehensweise bleibt im Wesentlichen die gleiche. Die besondere Attraktivität der Wissensbilanz als internes Steuerungsinstrument gewinnt mit zunehmender Unternehmensgröße an Potenzial. Es gibt bereits mehrere Erfolgsbeispiele. In einem großen Energiekonzern dient die Wissensbilanz als Steuerungsinstrument zur Ergänzung der Finanzbuchhaltung. Das Ergebnis ist die Schaffung von Transparenz über das intellektuelle Kapital des Konzerns, die Identifikation zentraler Handlungsfelder und die Ableitung strategischer Maßnahmen auf Basis der Wissensbilanz. In einem Energiekonzern wurde die Wissensbilanz in den Geschäftsbericht aufgenommen.

F: Was kostet eine Wissensbilanz?

Bei der Erstellung einer Wissensbilanz fallen sowohl interne Kosten als auch Kosten für externe Moderation an. Sie benötigen acht Schritte, um eine Wissensbilanz zu erstellen. Als allgemeine Annäherung gliedert sich die Arbeit in drei Workshops und deren Vor- und Nachbereitung. Je nach Aufgabe sollten 10-15 Personentage für die externe Moderation eingeplant werden. Je nach Tagessatz der Moderatoren sollte eine Wissensbilanz daher nicht etwa 15.000 € kosten. Es wird ein interner Aufwand von 30 Manntagen erwartet, je nachdem, wie viele Mitarbeiter im Wissensbilanzteam vertreten sind.

F: Was sind die Vorteile der Wissensbilanz?
Abgeleitet aus den beiden Perspektiven – der Innen- und Außensicht eines Unternehmens – kann die Wissensbilanz für zwei Zwecke genutzt werden:

Internes Management

  • Diagnose: Analyse der Stärken und Schwächen des Intellektuellen Kapitals
    Wissensbilanz als internes Steuerungsinstrument
  • Entscheidungshilfe zur Priorisierung der Bereiche mit dem größten Potenzial für die gewünschten Veränderungen
  • Optimierung & Innovation: Ableitung geeigneter Veränderungsmaßnahmen
  • Mitarbeiterbeteiligung: Verbesserung von Transparenz, Entscheidungsprozessen und Nachhaltigkeit der Maßnahmen
  • Controlling und Maßnahmenmanagement: zur messbaren Steuerung von Maßnahmen, aber auch zur Überwachung von Risiken und Chancen im Intellektuellen Kapital.

Externe Kommunikation und Berichterstattung

Externe Berichte erhöhen die Transparenz über weiche Werte bei den Stakeholdern der Organisation.

Vorteile aus der Sicht externer Leser

Die Unternehmen, die bereits eine Wissensbilanz implementiert haben, berichten über eine Reihe von Zusatznutzen:

  • Eine ganzheitliche Sicht auf die Organisation sowie zusätzliche Transparenz über die Zusammenhänge im Unternehmen. Dies macht die Bedeutung des Intellektuellen Kapitals deutlich und ermöglicht es, notwendige Aktivitäten und Maßnahmen zu priorisieren.
  • Die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern in die Erstellung der Wissensbilanz erhöht das Engagement beider Seiten bei der Umsetzung von Maßnahmen.
  • Die Sammlung und Definition des Intellektuellen Kapitals ermöglicht eine gemeinsame Sprachfindung, die Missverständnisse vermeidet und konstruktive Diskussionen fördert.
  • Eine offene und ehrliche Diskussion über Stärken und Schwächen sowie eine ehrliche Bewertung des intellektuellen Kapitals schafft Transparenz und Vertrauen sowie ein innovationsfreundliches Klima zwischen Mitarbeitern, Organisationseinheiten und Funktionen.
  • Die Wissensbilanz ist mit anderen bestehenden Steuerungsinstrumenten kompatibel, basiert aber nicht explizit darauf. Es kann daher sowohl als integriertes als auch als eigenständiges Management-Tool eingesetzt werden.
  • Die Wissensbilanz-Toolbox vereinfacht die eigenständige Anwendung der Methode und macht die Erstellung einer Wissensbilanz wesentlich effizienter.